Anonyme Briefe enthalten mehr unbeabsichtigte Hinweise auf ihre Autoren,
als allgemein angenommen

Sprachanalyse, Bewerbercheck. Neurolinguistsische Profile (NLP): Stabilität / Veränderung, Menschenorientiert / Objektorientiert, Unabhängig / Beteiligung / Kooperativ
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Stand: 21.01.2014

Lügendetektion, Bewerber und Mitarbeiter-Check

(Detektiv-Kurier 01/2001)



Von Raimund H. Drommel
Institut für Angewandte Kommunikationswissenschaften

Download: Bewerbercheck.pdf



7. Stabilität – Veränderung



Gleichheit

Personen, die durch Gleichheit motiviert werden, wollen, dass ihre Situation in einem bestimmten Kontext gleich bleibt. Sie mögen keine Veränderungen und weigern sich manchmal, sich anzupassen. Sie akzeptieren vielleicht eine größere Veränderung alle zehn Jahre, aber von sich aus würden sie nur alle 15 bis 25 Jahre eine Veränderung einleiten.

Gleichheit mit Ausnahmen

Personen, die durch Gleichheit mit Ausnahmen motiviert werden, bevorzugen es, wenn ein bestimmter Kontext im Wesentlichen gleich bleibt, akzeptieren aber Veränderungen einmal pro Jahr, wenn diese Veränderungen nicht zu drastisch sind. Sie haben es lieber, wenn sich ihre Situation langsam über eine gewisse Zeit hinweg entwickelt. Sie widersetzen sich in der Regel größeren Veränderungen, es sei denn, diese finden schrittweise oder graduell statt. Sie benötigen eine größere Veränderung alle fünf bis sieben Jahre. Das ist im Arbeitskontext und wahrscheinlich auch in vielen anderen Kontexten die zahlenmäßig bei weitem größte Gruppe.

Unterschiedlichkeit

Personen mit einem Unterschiedsmuster lieben Veränderungen; sie blühen dann auf und wollen ständige und tiefgreifende Veränderungen. Sie widersetzen sich statischen oder stabilen Situationen. Sie brauchen ungefähr alle ein bis zwei Jahre eine drastische Veränderung, und wenn das nicht möglich ist, entscheiden sie sich unter Umständen dazu, eine neue Stelle zu suchen. Sie mögen revolutionäre Veränderungen, die eine Situation auf dramatische Weise verändern.

Unterschiedlichkeit und Gleichheit mit Ausnahmen (das Doppelmuster)

Personen mit diesem Doppelmuster mögen Veränderungen und revolutionäre Umwälzungen, sind aber auch damit zufrieden, wenn die Dinge sich entwickeln. Sie kommen mit revolutionären wie auch mit evolutionären Veränderungen zurecht. Sie brauchen im Durchschnitt alle drei bis vier Jahre eine größere Veränderung.



8. Menschenorientiert – Objektorientiert



Menschenorientiert

Wer menschenorientiert ist, nimmt Menschen eher wahr als Objekte. Er sucht vor allem die Interaktion mit anderen Menschen, und zwar sowohl mit bekannten (Familie, Freunde) als auch im Kontakt mit neuen, für ihn interessanten Personen. Aktiv ist er am liebsten zusammen mit anderen, in der Gruppe. Er kann daher prädestiniert für die Teamarbeit sein, in der er sich erst richtig entfalten und seine volle Leistung bringen kann. In Schule und Hochschule lernt er am liebsten in der Gruppe.

Wenn es seine Zeit erlaubt, kann man ihn schon einmal dabei ertappen, wie er andere Menschen mit Vorliebe beobachtet und kategorisiert. Oft strebt er nach Vertrauen.

Objektorientiert

Der Objektorientierte stellt Orte, Wissen, Dinge über interpersonale Kontakte und Interaktionen. Diese Programmierung findet man häufig bei Wissenschaftlern (Stubengelehrten) und Einzelgängern/Einzelkämpfern in den verschiedensten Berufen. Informationen, Konzepte oder aber der Bezug zu geliebten Gegenständen (bis hin zum Fetisch) sind für ihn ganz wesentlich. Im Bereich von Wissen und Kognition können das z.B. Lieblings-Ideen sein, bei den Konkreta etwa enge Bindungen an Gebrauchsgegenstände oder Sammlerobjekte. Zwar weiß er, dass er von anderen Menschen viel lernen kann, etwa durch Vorträge oder Seminare, jedoch verarbeitet er die neue Information am liebsten allein.

Während menschenorientierte Personen sich z.B. in Automobilclubs zusammenfinden, um sich mit anderen Menschen (anlässlich einer gemeinsamen Vorliebe für einen bestimmten Autotyp) auszutauschen und mit anderen gesellig beisammen zu sein, steht bei den objekt-orientierten Zeitgenossen das Auto im Mittelpunkt, und der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten dient primär dem Zugewinn an Information über das Auto sowie der Bestätigung und Stärkung der Bindung an das geliebte Objekt.



9. Unabhängig – Beteiligung – Kooperativ



Unabhängig

Personen, die im Kontext der Arbeitsituation ein Unabhängigkeitsmuster haben, möchten allein arbeiten und allein Verantwortung tragen. Ihre Produktivität leidet, wenn andere anwesend sind oder wenn sie die Verantwortung mit anderen teilen müssen. Wenn sie unterbrochen werden, verlieren sie leicht den Faden. Sie ziehen es vor, bei geschlossener Tür in ihrem Büro zu arbeiten Im Extremfall vergessen sie es, andere zu Rate zu ziehen (insbesondere wenn sie auch internal sind). Sie können lange arbeiten, ohne den Kontakt mit anderen zu vermissen.

Der Ausdruck: „Ein Kamel ist ein Pferd, das von einem Team entworfen wurde“ ist wahrscheinlich von jemandem mit diesem Muster geprägt worden. In der Funktion eines Managers wird eine Person mit einem Unabhängigkeitsmuster den größten Teil der Arbeit alleine machen und wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, Rapport herzustellen.

Beteiligung

Personen mit einem Beteiligungsmuster möchten klare Verantwortlichkeiten, brauchen aber auch andere, die an ihren Aufgaben beteiligt oder in der Nähe sind. Sie brauchen klar definierte Verantwortlichkeiten und wenn sie produktiv und motiviert sein sollen, müssen ihre Aufgaben andere Personen mit einbeziehen. Ihre Produktivität lässt nach, wenn sie sich mit anderen Verantwortlichkeiten und Autorität teilen oder vollständig allein arbeiten müssen.

Dieses Muster eignet sich am besten für die Leitung von Mitarbeitern und Projekten. Eine Person mit diesem Muster wird dafür sorgen, dass jeder weiß, wofür er verantwortlich ist. Personen mit einem Beteiligungsmuster eignen sich gut als Vorgesetzte. Wenn sie als Untergebene arbeiten, müssen ihre Verantwortlichkeiten klar abgesteckt sein.

Kooperativ

Kooperative Personen möchten mit anderen arbeiten und Verantwortung teilen. Sie glauben an das Synergie-Prinzip: 2 + 2 = 5, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Sie haben Schwierigkeiten damit, Termine einzuhalten und Aufgaben zu Ende zu führen, wenn sie alleine arbeiten müssen. Sie brauchen keinen Bereich, für den sie allein verantwortlich sind, und werden, wenn sie als Manager arbeiten, alles mit ihren Mitarbeitern zusammen machen wollen.





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