Anonyme Briefe enthalten mehr unbeabsichtigte Hinweise auf ihre Autoren,
als allgemein angenommen

Stammt der Brief Uwe Barschels an Stoltenberg aus Uwe Barschels Feder oder handelt es sich um eine Fälschung? Die Sprachanalyse deutet darauf hin,dass der Brief mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Feder von Uwe Barschel selbst stammt.
Leistungen
Publikationen
 
Stand: 21.01.2014

„Uwe Barschels Ende“

Bonus-Beitrag zum Buch "Der Code des Bösen"
(exklusiv auf diesen Webseiten)


Ein Haar in der Vertuschungs-Suppe?


Viele Leser meines Buches haben bereits den engen Zusammenhang zwischen dem Barschel-Brief an Stoltenberg und Uwe Barschels Tod gesehen. Ein größerer Zusammenhang erschließt sich dem Leser, wenn er die Erkenntnisse aus dem Kapitel „Tod eines Anwalts“ hinzunimmt. In der zweiten Hälfte der 80-er Jahre schieden, ebenso wie Uwe Barschel, unverhältnismäßig viele Menschen, die Kenntnisse über Rüstungsindustrie oder Waffenhandel hatten, durch seltsame Selbstmorde aus dem Leben. Die meisten von ihnen hatten sich zum Sterben extra an kilometerweit entfernte Orte begeben, mehrere sogar ins Ausland …

Interessiert verfolgen meine Leser auch die aktuellen Nachrichten zu Uwe Barschel. Die Ermittler gehen davon aus, dass das in Barschels Hotelbett gefundene Haar nicht von Uwe Barschel stammt. Das LKA werde "möglicherweise" versuchen, ein DNA-Profil zu erstellen. "Das Haar kann alles bedeuten, aber mit großer Wahrscheinlichkeit bedeutet es nichts", sagte Möller, Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck.

Dem ist uneingeschränkt zuzustimmen. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, davon gehen alle Kenner der Barschel-Affäre aus, wird das Haar keine neuen Erkenntnisse liefern. Der Hauptgrund: Neue Erkenntnisse sind nicht erwünscht.

Dass der Abgleich möglicher DNA-Spuren mit der Datei des Bundeskriminalamtes, so er denn durchgeführt werden soll, zu einem Treffer führen könnte, ist – bei aller Wertschätzung des BKAs und seiner Datenbank, äußerst unwahrscheinlich. Wollte man jedoch ernsthaft nach Barschels Mördern suchen, so hätte grundsätzlich auch eine weitere Aussage Möllers Gültigkeit: Menschen, so Möller, verlören ständig Haare. Das gelte auch für Zimmermädchen, Etagenkellner oder Ermittlungsbeamte.

Nun sollten allerdings Zimmermädchen, Etagenkellner oder Ermittlungsbeamte, die in jener Zeit das Hotelzimmer 317 betraten, grundsätzlich bekannt und – so sie noch leben – ebenfalls einer DNA-Probe zugänglich sein. Ein überschaubarer Personenkreis also.

Interessant ist, dass die Farbe des Fremd-Haares auch in den farblichen Variationsbereich meiner Zielperson „RR“ aus dem Killer-Kommando passt (braun bis hellbraun) und dass dieser Mann schon in jungen Jahren unter Haarausfall litt, also, verehrter Herr Möller, ständig sogar mehr Haare verlor als der Durchschnitt.

Aber auch das bedeutet mit großer Wahrscheinlichkeit nichts für die Aufklärung von Uwe Barschels Tod, und so können denn alle, die ob des Haares leicht irritiert waren, sich beruhigt zurücklehnen. Die Akte Barschel wird geschlossen bleiben.

Aktuelles zum Haar: Wichtigstes Beweisstück im Fall Barschel verschwunden


Es folgt, aus gegebenem Anlass, ein Auszug aus dem Buchkapitel „Uwe Barschels Ende“:



 

Startseite | Gutachten | Consulting
Wie alles anfing | Sprachwissenschaftliche Kriminalistik | Der Code des Bösen | Kachelmann-Syndrom | Cyberstalking | Kriminalität anonyme Angriffe | Anonymschreiben | Drohanrufe | Bewerbercheck | forensic linguistics
Partner Links | Kontakt