Anonyme Briefe enthalten mehr unbeabsichtigte Hinweise auf ihre Autoren,
als allgemein angenommen

Der Code des Bösen. Jeder Mensch bedient sich einer Sprache, die ihm so auf den Leib geschrieben ist, dass er daran fast genauso sicher zu ermitteln ist wie an den Rillen seiner Finger. Erstmals legt ein Sprachprofiler seine Methoden offen und zeigt, was ihre Sprache über die Täter verrät.
Leistungen
Publikationen
 
Stand: 21.01.2014

„Uwe Barschels Ende“

Bonus-Beitrag zum Buch "Der Code des Bösen"
(exklusiv auf diesen Webseiten)


Kriminal-Tango in Nürnberg


Wenige Wochen nach meinem Auftritt in der Panorama-Sendung [am 18. Oktober 1988] arrangierte Peter Wissling [ein mit mir eng kooperierender Panorama-Redakteur; Name geändert] ein Treffen zwischen [Barschels] Bruder Eike und mir. Der vermeintliche Selbstmord seines Bruders ließ den Mann einfach nicht los. Per Telefon hatten wir uns in der Bar eines großen Hotels in Nürnberg, gleich gegenüber vom Hauptbahnhof, verabredet. [Es handelte sich um das Le Meridien Grand Hotel]. Später habe ich oft bedauert, dass Wissling kein Kamera-Team mitgebracht hatte, um diese Begegnung im Bild festzuhalten. Denn was dort geschah, erinnerte stark an einen zweitklassigen Spionagefilm.

Kaum hatten wir in unseren tiefen Clubsesseln Platz genommen, betrat ein Mann die Bar, stellte sich in unmittelbarer Nähe zu unserer Sitzgruppe an die Theke, steckte sich lässig eine Zigarette in den Mundwinkel und bat den Barmann um Feuer. Er bestellte keinen Drink, verharrte aber während unseres gesamten Gesprächs dort an seinem Platz.

Peter Wissling, Eike Barschel und mir hatte ein einziges Augenzwinkern genügt, um uns darauf zu verständigen, dass wir uns an diesem Ort nur über die Fakten des Falls Barschel unterhalten würden, die ohnehin in jeder Zeitung nachzulesen waren. Als wir eine halbe Stunde später unsere „Besprechung“ beendeten, tauchten plötzlich zwei Möbelpacker auf und schulterten eilig die beiden Sessel, auf denen Eike Barschel und ich gesessen hatten. Vermutlich standen schon irgendwo die Experten bereit, um die Wanzen wieder zu entfernen. Vor dem Hotel fiel uns ein professionell wirkender Kameramann auf, der offenbar ganz darin vertieft war, die Fassade des Nürnberger Hauptbahnhofs zu filmen. Als wir ein paar Meter gegangen waren, schwenkte er wie zufällig die Kamera – und zwar direkt auf Peter Wissling, Eike Barschel und mich. Hätte ich noch die geringsten Zweifel an einer Ermordung Barschels gehabt – dieses Szenario hätte sie restlos beseitigt.

Wie ich erst später erfuhr, erhielt Peter Wissling wenige Tage nach unserem Treffen einen anonymen Anruf, in dem er aufgefordert wurde, seine Recherchen in der Barschel-Affäre unverzüglich einzustellen – mit dem perfiden Hinweis, dass er doch an die Sicherheit seiner Familie und besonders an die seiner kleinen Tochter denken solle...

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Der Code des Bösen

 

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